Serenata Italiana in Essingen
Veranstaltet von Elke Wambsganß und dem Zupforchester Essingen unter der musikalischen Gesamteitung von Denise Wambsganß und unter Mitwirkung des Neustadter Tenors Thomas Jakobs.
Traumhaft! Das einzig richtige Wort, das diesen Abend auch nur annähernd beschreiben kann.

Begrüßt wurden die Gäste ab 19.00 Uhr im Vorraum der Dalberghalle mit einem Sektempfang und kleinen italienischen Bruschetta mit diversen Belägen. War schon der Vorraum sehr ansprechend gestaltet, so folgte beim Betreten der Halle eine weitere Steigerung.

Die Tische so gestellt, dass die Bühne von überall her gut einzusehen war, der Service ausgezeichnet organisiert und die Dalberghalle außerordentlich gut mit Gästen gefüllt.

20 Uhr. Das Orchester marschierte ein und nahm auf der Bühne Platz.
Erwartungsvolle Stille legte sich über den Saal als die Dirigentin den Einsatz gab.

Begonnnen wurde mit der "Sinfonia in G-Dur" von G.B. Sammartini in der Bearbeitung von Detlef Tewes. Über das "Palladio" von Karl Jenkins kam das Zupforchester zum "Adagio" aus dem Oboenkonzert d-moll für Gitarre solo und ZO von Alessandro Marcello. Meisterhaft spielte Manuela Schur hier die Sologitarre. Viele Zuschauer schlossen die Augen, um sich ganz auf diesen Kunstgenuss konzentrieren zu können.

Das "Neapolitanische Ständchen" von Gerhard Winkler in der Bearbeitung von Chr. E. Zahn fügte dem Konzert etwas musikalisches Tempo hinzu, was auch den Zuschauern anzumerken war. Viele begannen, sich im Takt zu wiegen.

Nach "Music für Play" von Claudio Mandonico, war der Höhepunkt vor der Pause ohne Zweifel die "Godfather Suite" aus dem Film Der Pate von Nino Rota.

Hierzu tarnte sich das gesamte Orchester, als die Dirigentin Denise Wambsganß mit schwarzer Paten-Sonnenbrille ihr Pult ansteuerte, ebenfalls mit Mafiosi-Brillen - ein gelungener Gag, den das Publikum mit Lachen und Applaus quittierte.

Und dann kam Er! Er, das ist Thomas Jakobs, ein junger Tenor, ein Master of Voice, mit einer wunderbaren kräftigen, aber dennoch weichen Stimme, dies das Publikum vom ersten Augenblick an in seinen Bann zog.

Von "Canzonetta" aus der Oper Don Giovanni, in der Denise Wambsganß die Solomandoline spielte, über "O sole mio", "Torna a Surriento", bis zu "Funiculi - Funicula" spannte sich das Programm des Abends mit Thomas Jakobs.

Leider wurde der Tenor nach diesem Lied bereits verabschiedet. Erfahrene Theaterbesucher wussten jedoch sofort, das das ein humorvoller Einfall des Orchesters war: Der Tontechniker blieb nämlich die Ruhe selbst!

So war es denn auch. Nach einem furiosen Stück von Giaccomo Sartori Armonie alpine, meisterhaft vorgetragen von Denise Wambsganß und dem Zupforchester Essingen, gab es als Zugabe mit Thomas Jakobs zusammen noch einmal "Funiculi - Funicula" - und nicht nur einmal.

Ich glaube, unser Tenor des Abends und das Orchester, die alle mit einem Riesenschlussapplaus bedacht wurden, hätten wahrscheinlich bis zum frühen Morgen singen und spielen können, wenn nicht Thomas Mann, der in sehr kurzweiliger Art ebenso meisterhaft durch das Programm führte, wie er die Mandoline beherrscht, nicht die Türen zum anschließenden Buffet öffnen ließ.

Zu diesem Buffet möchte ich nichts sagen, da hier ein Bild mehr erzählt als tausend Worte es könnten.

Sehen Sie sich die Impressionen des Abends noch einmal an und diejenigen, die nicht dabei waren, mögen sicher sein: Sie haben etwas verpasst!
Aber, das Zupforchester spielt ja noch öfters ...

An den Tischen ergaben sich nach der Schlacht am Buffet noch interessante Begegnungen. An unserem Tisch saßen die Eltern unseres Tenors, Theresia und Karl Jakobs aus Neustadt. Klar, das da gefragt wurde. Bereits mit fünf Jahren fiel die musikalische Begabung des kleinen Thomas auf und mit elf riet den Eltern der damalige Musiklehrer den jungen Thomas zu fördern, was alle nach Kräften auch getan haben. Das Ergebnis konnten Sie an diesem Abend hören. Wir alle sind sicher, das man von diesem Talent noch außergewöhnliches hören und sehen wird.

Ja, und dann haben wir schließlich auch die Frau entdeckt, die Thomas Jakobs für Essingen entdeckt hat: Edeltraut Höringer vom Zupforchester Essingen. Wo sie ihn entdeckt hat? Im Garten natürlich, genauer gesagt in Nachbars Garten. Dort übte er mit einem Gitarrenmusiker und um Edeltraut war es geschehen! Nun, sie sprach mit der Vorsitzenden Elke Wambsganß und so nahm dieser Abend mit Tenor seinen Lauf - danke Edeltraut Höringer!

Danken möchte ich vor allem Elke Wambsganß, der Vorsitzenden des Vereins Zupforchester Essingen e.V.", der Dirigentin Denise Wambsganß, dem Tenor Thomas Jakobs sowie allen Mitwirkenden und Helfern für diesen wirklich unvergesslichen Abend - eine meisterhafte Leistung!


Zu den Impressionen des Abends.

Der Tontechniker sorgte dafür, dass die Töne auch stimmten.
Thomas Mann führte gekonnt durch den Abend.
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