Hammerdorf-Wettbewerb des SWR-Fernsehens
im Januar/Februar 2009 in Essingen


Beim Hammerdorf-Wettbewerb erste Hürde genommen
Zum Film "Die Herausforderung" - Teil 1
Zum Film "Die Herausforderung" - Teil 2
Zwei Herauforderungen mit Bravour bestanden - Hau den Lukas und Hammerweitwurf problemlos gemeistert

von Hartmut Doppler

Ich muss es gleich vorweg loswerden: Für die auch am vergangenen Sonntag so großartig und zahlreich gezeigte Mitwirkung und Begeisterung bei den gestellten Herausforderungen danke ich allen sehr herzlich. Natürlich waren wir alle gespannt, was uns erwartet und ob wir die zwei Herausforderungen auch bestehen würden. Als die Moderatorin Patricia Küll dem Wettpaten Christian Hans von der Feuerwehr mitteilte, wir hätten binnen einer Stunde unseren Brunnen vor der Dalberghalle in ein römisches Dampfbad zu verwandeln, lief nach einer kleinen Schrecksekunde unsere „Essinger Kreativmaschine“ an. In einer Versammlung in der Halle wurden schnell und wirkungsvoll Teams gebildet, die die Umsetzung zu übernehmen hatten. Die Hallentrennwände wurden rund um den Brunnen aufgebaut, Efeu und jede Menge Vasen, Terrakotta-Säulen, Putten und Schalen aus vielen Gärten und von Terrassen zur Dekoration herbeigezaubert, Obst, Becher, Krüge, Pokale und sogar eine Laute waren plötzlich vorhanden. Zwei Hochdruckreiniger und ein Dampfstrahler sorgten für die richtigen Badeimpressionen. Spitzenmäßig verlief dann die Kostümierung der römischen Badegäste. Jede Menge Leintücher, Goldstoffe, Goldbänder, Efeukränze, Umhänge der heiligen drei Könige und vieles mehr waren plötzlich in der Halle, wo ein fröhliches Ankleiden begann und am Ende rund 50 römische Badegäste aller Altersgruppen nach einer Stunde fertig zum Einzug ins erste Essinger römische Dampfbad bereitstanden. Schnell wurde noch Udo Jürgens Hit´“Griechischer Wein“ in „Essinger Wein ist der Hammer dieser Erde“ umgetextet und vielstimmig fleißig beim Anziehen geprobt. Auch der Wunsch der Fernsehleute auf einen lateinischen Text wurde erfüllt, in dem wir auf eine eigene Melodie „In vino veritas“ anstimmten. Groß war der Applaus der vielen anwesenden Mitbürgerinnen und Mitbürger rund um das Dampfbad, als wir aus der Halle schritten und wie auf Befehl dann auch noch die Sonne ihre warmen Strahlen auf uns legte. Nicht minder groß war dann der Jubel aller rund 200 Anwesenden, als die Moderatorin Patricia Küll verkündete „Herausforderung bestanden“. Abschluss der vormittäglichen Aufgabe war dann „Hau den Lukas“, wofür unter großer Anfeuerung unser Gemeindemitarbeiter Wolfgang Doppler die Verantwortung übernommen hat. Im zweiten und bei allen weiteren Versuchen klingelte es dann und signalisierte auch hier: Aufgabe bestanden.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause, die von unserem Verpflegungsteam bestens vorbereitet wurde, hieß es dann: die zweite Herausforderung findet am Nachmittag auf dem Golfplatz auf dem Dreihof statt. Dort wurde den Boulespielern um Vorsitzenden Manfred Simon eröffnet, dass die Aufgabe lautet: „Golfspiel mit Handicap“, aber gedacht als Spiel mit Behinderung. Fünf solcher Behinderungen waren vorgegeben: Blindschleiche, junge Hüpfer, einarmiger Bandit, Doppelgänger und Rückstoß. Groß war die Zahl der Erschienenen, so dass Seimen viele davon aktiv in die Umsetzung der geforderten Aufgaben einbezog. Da fanden sich dreißig Teilnehmer als Schlange, die hinter dem mit einem Schal blind gemachten Golfspieler Wolfgang zum Abschlag schlich, da hüpften alle jungen Leute unter 15 Jahren über einen Schläger, der von Heidi geschlagen wurde, da mimte Steffi einen Automaten, dessen einer Arm von einer Reihe von Mitspielern heruntergezogen wurde, damit anschließend der andere Arm einhändig jeweils abschlagen konnte (reife Leistung von Steffi), da spielten Reinhard und Klaus als Doppelgänger den Ball durch eine Gasse sich tief verbeugender Bewunderer und da erzeugte Jacky bei seinem Abschlag einen solchen Rückstoß, dass die hinter ihm stehenden mindestens 40 Menschen umfielen wie bei Dominosteinen. Auch hier eine gelungene und phantasievolle Umsetzung der Aufgaben mit dem Ergebnis: Herausforderung bestanden. Nun mußte nur noch Joachim Graf den Hammer bei drei Versuchen mindestens 13 Meter weit werfen. Schon beim ersten Versuch landete er bei 14 Metern. Damit stand fest: Essingen hat alle Herausforderungen bestanden und sich für die 24-Stunden-Herausforderung am 12. und 13. Februar qualifiziert.

Ein großer „Seimen-Kreis“ beendete mit dem machtvollen Ruf „Wir sind der Hammer“ unseren Auftritt auf dem Golfplatz. Anschließend ging es noch einmal in die Dalberghalle, wo der erfolgreiche Tag bei guter Stimmung ausklang.

Ich möchte an dieser Stelle den vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, ob aktiv im Geschehen beteiligt oder als anfeuernde und begeisterte Zuschauer dabei, ganz herzlich für diesen wunderbaren Zusammenhalt danken. Dazu paßt, dass Frauen unaufgefordert Kuchen gebacken und ihn in die Halle gebracht haben, oder Glühwein nach dem doch sehr kalten Auftritt auf dem Golfplatz organisiert wurde. Es war toll. Nicht unerwähnt sei, dass selbst aus dem Garten der abwesenden Familie Schweder schöne Elemente für unser Römerbad aquiriert wurden und natürlich ohne Beschädigung wieder auf ihrem Platz landeten. Danke der Familie Schweder. Nach diesem zweiten Wochenende ist mir erst recht nicht mehr vor der großen Hammeraufgabe bange.

Mit freundlichen Grüßen
Hartmut Doppler, Ortsbürgermeister

Zu den Bildern 2. Teil der Herausforderung
Zu den Bildern 2. Teil der Herausforderung
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